Warum Goosetongue?

Es ist schon mehrere jahre her seid ich in alaska in einem watt ein kleines bärenjunges angetroffen hatte. das junge war offensichtlich alleine ohne mutterbär die sehr wahrscheinlich und unglücklicherweise in der frühlingsjagd geschossen wurde. als ich den 6 monate alten, verwaisten braunbären zum ersten mal sah grasste er einer kuh ähnlich, an Plantago maritima oder Goosetongue. die pflanze ist auch für uns menschen genüssslich und wächst der nordamerikanischen küste entlang in ausgedehnten watt-feldern.
dieser kleine bär besass ohne seine mutter als schutz und lehrer keine zu grosse chance auch nur dieses erste jahr alleine zu überleben. zu gross wäre die konkurenz in dieser von bären dicht besiedelten region um während der für küstenbären wichtigsten jahreszeit an gute lachsfangplätze heran zukommen. so beschloss ich spontan zu versuchen diesem tier eine zweite chance zu geben. mit netz und gummistiefeln ausgerüstet ging ich zur arbeit um den kleinen mit frisch gefangenen lachsen erst mal auf sein “normal gewicht” zu bringen und ihm diesen ersten sommer etwas einfacher zu gestallten.
Goosetongue schien ein passender name für diesen kleinen küstenbär zu sein der anscheinend eine vorliebe für die gleich benannte pflanze entwickelte.

die begegnung mit Goosetongue und was dieser bär für mich simbolisierte war ausschlaggebend dafür warum ich mich dazu entschied den schutz der bären und deren lebensraum zu meiner arbeit zu machen. der sorglose jäger der goosetongue’s mutter erschossen hatte ist leider nicht alleine. jedes jahr werden hunderte von bären jungen durch menschenhand verwaist. das schlimmere dieser übel ist aber nicht der direkte verlust von bären durch die jagd oder andere menschliche eingriffe sondern die konstante Verstümmelung des Lebensraums der bären.

Bei Goosetongue Guiding and Consulting hoffen wir dass wir mit unserer Aufklärungsarbeit dazu beitragen können die zukunft für bären und menschen besser gestalten zu können.